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Das Studium der Tiefenpsychologie
Das Studium
Das Studium der Tiefenpsychologie hat vier Schwerpunkte:
Die Vorlesungen
Die Seminare
Die Lehranalyse
Die Kontrollanalysen
Allgemeine Informationen über das Studium
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Die Vorlesungen
1. Studienjahr: Kosmologie
Die Kosmologie lehrt das anthropozentrische Weltbild mit den vier einander durchdringenden Welten, die jeweils eigene Gesetze und eine eigene Geometrie haben. In das anthropozentrische Weltbild, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht, kann die gesamte Wirklichkeit eingeordnet werden.
Das anthropozentrische Weltbild ist die Grundlage für die Weltformel, für die Weltanschauung und für die Weltordnung.
2. Studienjahr: Anthropologie
Die Anthropologie lehrt das gültige Menschenbild, den Jahrhunderte lang gesuchten Schlüssel zum Verständnis des Menschen. Das gültige Menschenbild erklärt die Natur und das Wesen des Menschen, seine Entwicklung, den Unterschied im Wesen von Mann und Frau und ihre Liebe zueinander.
3. Studienjahr: Analyse
Die Arbeitsmittel der Tiefenpsychologie sind die Assoziationen, die Bilder aus dem Unbewussten, die Träume und die aktive Imagination. Mit Hilfe dieser Arbeitsmittel erhalten wir einen tiefen Einblick in die Psyche eines Menschen, vor allem in unterbewusste und unbewusste Bereiche. Dieser tiefe Einblick ermöglicht es uns erst, in der Analyse das Innenleben eines Menschen zu erkennen und mit ihm gezielt therapeutisch und analytisch zu arbeiten.
4. Studienjahr: Psychopathologie
Die Psychopathologie lehrt das Wesen, die Ursachen, den Kern und die klare systematische Einteilung der psychisch bedingten Erkrankungen. Die Psychopathologie umfasst die psychophysischen Erkrankungen, die psychosomatischen Erkrankungen, die Neurosen und die Psychose.
5. Studienjahr: Therapie
Diese Vorlesungsreihe lehrt das Vorgehen bei der Heilung der psychisch bedingten Erkrankungen sowie deren Vermeidung durch die Psychohygiene
Die Seminare
In jedem Semester werden zwei zweitägige Seminare durchgeführt, in denen das theoretische Wissen in praktischer Arbeit geübt und angewendet wird.
Inhalte der Seminare sind:
Im 1. bis 4. Semester behandeln vier Seminare das Assoziationsexperiment zu den Themen Betrieb, Familie, Partnerschaft und persönliche Krisen.
Weitere vier Seminare führen in das Wesen und in die Deutung von Symbolen ein: Symbole erkennen, Symbole, erleben, Symbole deuten, Symbole in Märchen und Mythen. Ein Symbol ist ein Grundbegriff der Tiefenpsychologie. Das Symbol ist ein Sinnbild für eine unsichtbare Wirklichkeit. Das Erlernen der Symbolsprache ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit des Tiefenpsychologen.
Im 5. bis 8. Semester wird in acht Seminaren die praktische Anwendung der tiefenpsychologischen Arbeitsmittel geübt:
Die Komplexbearbeitung mit Anwendung der Assoziationen
Die Deutung der Bilder aus dem Unbewussten
Die Traumdeutung
Die aktive Imagination
Im 9. und 10. Semester werden ein Gutachten und drei Katamnese-Seminare absolviert
Die Lehranalyse
Die Lehranalyse ist die persönliche Analyse bei einem tiefenpsychologischen Analytiker, der die vier tiefenpsychologischen Arbeitsmittel anwendet. Sie ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum Tiefenpsychologen und die Voraussetzung, um mit anderen Menschen therapeutisch zu arbeiten. In der Lehranalyse arbeiten die Studierenden ihre persönlichen Probleme und Fehlentwicklungen auf und arbeiten an der Entwicklung und Stärkung der eigenen Persönlichkeit. Sie lernen dabei, das in den Vorlesungen Gehörte im eigenen Inneren zu sehen, an sich selber und an anderen Menschen zu erleben und in ihrem Leben, in der Partnerschaft und bei der Arbeit umzusetzen.
Die Lehranalyse umfasst mindestens 400 Stunden.
Die Kontrollanalyse
Kontrollanalysen werden an Fällen aus der Praxis durchgeführt. Für jede Falldarlegung muss das Einverständnis der betreffenden Person vorliegen. Die Kontrollanalysen werden anonym gehalten und finden einerseits beim Kontroll- oder Lehranalytiker, andererseits in der Gruppe statt. In den wöchentlichen Kontrollfallbesprechungen in der Gruppe und unter der Leitung des Lehranalytikers können die Studenten unter Schweigepflicht aus verschiedensten Lebensbereiche Probleme und Persönlichkeitsentwicklungen von anderen Menschen kennen lernen und direkt erleben, wie man solche bearbeiten und lösen kann.
Der angehende diplomierte Analytiker ist im Rahmen seines Studiums verpflichtet, 400 gehaltene Analysestunden kontrollieren zu lassen.
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